Die Katharer (The Cathars
- les Cathares)
Hier am Fuße der Katharerburg Montsegur bestiegen am 16. März 1244 zweihundertfünf
Männer, Frauen und Kinder der Katharerkirche den
riesigen Scheiterhaufen der vom päpstlichen Kreuzfahrerheer errichtet wurde.
Ihr Verbrechen: Sie glaubten, dass Christus das Fundament ihrer Kirche war und
nicht der Papst. Heute erinnert diese Stele an ihren Feuertod.
Herzlich willkommen bei den Katharern.
Diese Seiten werden fortlaufend aktualisiert und mit den neuesten
Ergebnissen der Katharerforschung ergänzt, damit Sie,
verehrter Besucher, immer auf dem neuesten Wissensstand sind. Letztes
Update: 24. Januar 2012
Erreichbar sind wir rund um die Uhr für Sie: le.cathare@teleos-web.de
Sie werden viel Interessantes über die Katharer, ihren Ursprung und über
ihr Wissen auf dieser Seite finden, etwas von dem Wissen, was Sie
möglicherweise auf anderen Seiten vergeblich suchten.
Lassen Sie uns jedoch nicht neue Begriffe zu den
Begriffen hinzufügen, die wir von den Katharern haben, sondern nähern wir uns
den Katharern selbst, nur so werden wir Wahrheit finden.
Katharer aktuell:
Wer sich heute, im Zeitalter der griffigen
Schlagzeilen und medialen Oberflächlichkeiten ein
Bild von der Lehre und dem Wirken der Katharer machen möchte, hat es schwer zur
Wahrheit durchzudringen. Unzähliges ist in den vergangenen
Jahrhunderten aus den unterschiedlichsten Richtungen über die Katharer gesagt
und geschrieben worden und vieles ist dabei in Ihr Erscheinen in der Geschichte
und in ihre Arbeit hineingeheimnist worden. Katharer
so manche Auffassung waren Eingeweihte, die ein verborgenes Wissen über die
Natur, die Geschöpfe und die höheren Welten besaßen, die über das kosmische
Bewusstsein verfügten, eine geheimnisvolle Magie ausübten und sich mit noch
geheimnisvolleren Symbolen umgaben.
Seit etwa 1849, von Frankreich aus halb Europa
überflutend, sind Berge von Büchern zu diesem Thema erschienen. Viele waren
darauf berechnet, den geheimnissuchenden Leser zu unterhalten und seine Neugier
zu befriedigen. Die Mehrzahl von ihnen war nicht besonders lehrreich, sie
haben auch nicht vermocht, viel Licht auf das komplexe Gebiet des
Katharismus zu werfen. - Viele Autoren befassen sich sozusagen nur mit dem
Leuchter. Die darin befindliche Kerze können sie nicht sehen, auch nicht ihr
Licht, denn die Kerze stellt die Seele dar und ihr Licht ist der Geist.
Dieses Licht, dem sich nur der Eingeweihte
nähern kann ohne zu verbrennen, war immer der verborgene Quell aus dem die
Weisen aller Zeiten schöpften. Das Licht scheint in die Finsternis die es weder
begreifen, noch erklären kann. Es ist zugleich die Essenz des Erkenntnisweges,
den die Katharer des 11. bis 14. Jahrhunderts beschritten, bevor sie mitsamt
ihren urchristlichen Idealen von der römischen Papstkirche ausgelöscht wurden.
Ihr aus verborgenen Quellen empfangenes Wissen um die einander durchdringenden
zwei Naturordnungen - die göttliche und die irdische - ist jedoch lebendig
geblieben und heute so aktuell wie je zuvor.
Es ist also an der Zeit, das überwuchernde Gestrüpp
der Legenden und Erzählungen im fast undurchdringlichen Dschungel fantastischer
Behauptungen zu roden. Es ist wirklich an der Zeit, die Katharer selbst zu Wort
kommen zu lassen, sie aus den Massengräbern der Kirchengeschichte zu befreien
und ihnen endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Ein
wirklich grundlegend anderes Buch über die Katharer ist jetzt im Buchhandel.
Titel: „Die Mysterien der Katharer“. Autor: Reiner Klein.
ISBN-978-3-934291-51-5 Preis: 19,80 €.
Bestellungen möglich über den Autor mit
persönlicher Widmung bei le.cathare@teleos-web.de oder bei
www.amazon.de oder
überall im Buchhandel.
„... das Licht
scheint in die Finsternis, die Finsternis hat es jedoch nicht begriffen.“
(Ausgang der
Grotte Bethlehem in Ussat-Les-Bains/Ariège)
Das Land der
Katharer:
Wo liegt eigentlich das
vielbesprochene Land von Oc – das Land der Katharer?
Was ist es gewesen, was
diesen Landstrich im Süden des heutigen Frankreich vom restlichen Europa auf so
besondere Art unterschieden hat?
Denn es muss etwas
Außergewöhnliches an diesem Land, seinen Menschen, seiner ursprünglichen
Religiosität, seiner Toleranz und Kultur gewesen sein, etwas, was auch heute
noch, fast achthundert Jahre später, so manch versteinerten Historiker sanft
sprechen lässt: von diesem lichten Land, dieser Insel der Glückseligen inmitten
eines sie umgebenden, in finsterster Bewusstseinsnacht verharrenden, durch
Welt- und Kirchenmacht ausgeplünderten und paralysierten Resteuropa.
Dieses Land Occitanien ist schon immer in geistig-spiritueller Hinsicht
ein besonders begnadetes Land gewesen, nicht erst, seit die Kirche der ‚Reinen’
durch ihr konsequent gelebtes Christentum – als wirkliche Nachfolger Christi –
die konkurrierende Papstkirche auf den Rang einer zwar mit Pomp und Prunk
behangenen, aber völlig dekadenten, ihrem Ende sich zubewegenden, sehr
merkwürdigen Sekte verwies.
Während des tiefsten
Mittelalters im übrigen Europa, blüht in Occitanien
nicht nur der Handel, auch Literatur und Musik leben von neuen Impulsen.
Geschriebenes und gesprochenes Wort, ja, sogar Lieder künden von der Freiheit
der Menschen, die den Klauen einer ignoranten und gierigen Priesterschaft
entronnen sind.
Tour Magdala in
Rennes-les-Chateau mit der occitanischen Flagge.
In dieser ‚Neuen Welt’
bringen einfache Menschen die Botschaft von Liebe ein: Man nennt sie die
Katharer, jene, die eine Katharsis erlebt, Reinheit und Vollkommenheit gefunden
haben. Sie entledigen sich des Reichtums und der Ehe und führen ein einfaches
Leben. In einer Zeit, in der im übrigen Europa der einzelne Mensch nichts
zählt, predigen die Katharer einen individuellen Weg zu Gott. In einer Welt, die
sich nach Freiheit und Reinheit sehnte, wurden sie mit offenen Armen empfangen.
Jedoch, das blühende Land der
Katharer – es existiert nicht mehr, die mörderische Allianz von Papsttum und
französischer Krone hat es ausgelöscht. Das freie und politisch autonome,
kulturell hochstehende und religiös tolerante Occitanien
ging Ende des 13. Jahrhunderts zusammen mit den Katharern unter. Dieses Land,
das die Emanzipation der Frauen, Liberalität, Aufklärung und die Gleichheit
aller Bürger vor dem Gesetz als Prinzip des Umgangs miteinander auf seine
Fahnen geschrieben hatte, wurde samt seinen Idealen gnadenlos zerstört.
Heute stellt man sich die
Frage: Ist außer zweisprachigen Orts- und Straßenschildern in Beziers, Roquefixade und anderswo
sowie einigen katharischen Burgruinen etwas übrig geblieben? Gibt es außer
Postkarten- und Andenkenkitsch etwas vom
katharischen, occitanischen Geist, etwas, was die
fast sieben Jahrhunderte währende Inquisition überdauert hat und noch heute im
Bewusstsein der Menschen des Languedoc weiterlebt?
Wer einmal den Geist, der in
dieser Landschaft, seinen Grotten, seinen Burgen und seinen Tälern wohnt,
eingeatmet hat, der glaubt nicht, dass Occitanien und
der Katharismus tot sind, denn es gibt etwas, nicht zuletzt in den Menschen des
Languedoc selbst, das die gnadenlose Ausrottung durch Feuer und Schwert
überdauert hat. Es ist die Erinnerung an das Beispiel, das die Reinen gaben,
nämlich, dass es möglich ist, auf dieser Welt tolerant miteinander umzugehen,
seinem individuellen Glauben zu huldigen und mutig und unerschrocken zu seinen
Idealen zu stehen.
Die occitanischen
Menschen waren die ersten, sagt auch der Poet der Pyrenäen, Maurice Magre, die
unter der Korruption, dem Prunk und der Habgier des römischen Klerus litten;
sie begriffen, das auf den katholischen Altären nur noch Scheinhandlungen
vollzogen wurden und der Geist von Christus woanders zu finden sein müsse. Es
fiel den Katharern leicht, diesen Menschen zu zeigen, dass sie ihn in sich
selbst zu entdecken hatten, denn dieses Geheimnis, diese schlafende Wahrheit
bewahrten die Menschen des Oc seit den druidischen
Zeiten in ihren Herzen, die Katharer brauchten es nur zum Leben zu erwecken.
Eine immer gleiche Weisheit
war unter den Menschen verbreitet und sagte ihnen dieselben Dinge: Die Seele
ist unsterblich und sie muss durch zahllose Leben hindurchgehen, wenn sie den
Zustand des Göttlichen wiederfinden will. In den Lehrreden Buddhas und Manis
heißt es ebenso wie in den Evangelien, dass man ein einfaches Leben führen,
Reichtum gering schätzen, Wünsche zurückweisen und sich um das Geistige bemühen
müsse.
Diejenigen, die sich zu
Gruppen zusammengeschlossen haben, um sich durch wechselseitige Begeisterung
bei ihrer Befreiung zu unterstützen und die Unwissenden zu unterweisen, haben
sich in vielen Punkten voneinander unterschieden. Wenn man jedoch die Gesetze
der Zeit aufhebt, so wäre es möglich, die Mönche im Tibet, die Therapeuten am
Maori-See in der Nähe von Alexandria, die Essener von Mar-Saba beim Toten Meer,
die Pythagoreer aus Sybaris, die Druiden Galliens und
die Katharer des Montségur zusammenzubringen, und
diese hätten sich sicherlich, trotz der unterschiedlichen Sprachen, ohne
Schwierigkeiten verstanden. Vielleicht wären die Mitglieder dieser Versammlung,
die unmöglich herbeizuführen ist, auf die gleiche Weise in ein Gewand aus
weißem Linnen als Sinnbild für die Reinheit gekleidet. Zur Essenszeit würden
sie alle um dieselben Nahrungsmittel bitten, die Hände in der gleichen Weise
zusammenlegen und zum Gebet in sich selbst hineinblicken. Und zu der Stunde, wo
die Sonne noch nicht aufgegangen ist, doch bald erscheinen wird, würden sie den
gleichen Ritus begehen.
Dieses Ritual haben sie alle
praktiziert, und seine Universalität ist ein Zeichen dafür, dass es von
einzigartigem Wert sein muss. Die Ausführung einer symbolischen Handlung hat
eine unmittelbare Wirkung auf das spirituelle Leben.
„Gibt es noch Menschen“, so fragt Maurice Magre als
Abschluss vorstehender Zitate, „die in unseren Tagen vor Sonnenaufgang, den
Geist anrufen, der sich erhebt? Und wenn es sie gibt - wo sind sie dann?“
Die Katharer sind nicht
vergessen, hier im Lande von Oc, denn ihre Grotten,
Burgen und Wohnstätten, von denen noch immer eine geheimnisvolle Faszination
ausgeht, werden von immer mehr Menschen besucht. Gewiss, es sind viele
Neugierige darunter. Aber manchmal sieht man jemanden zu einem stillen Gebet
niederknien, dort sitzt jemand im Schein der untergehenden Abendsonne in einem
stillen Winkel und liest in einem Buch. Fast immer liegen frische Blumen
an den Stätten, wo sie verbrannt wurden, und vielfach stehen Katharerkreuze an den früheren Stätten ihres Wirkens. Den
Vorüberschreitenden erinnern sie daran, dass von hier aus einst die Kinder des
Lichts in die Welt gingen, um den Menschen die Botschaft der befreienden Liebe
zu verkünden. Hier sind sie ermordet worden für ihren zutiefst christlichen
Glauben.
Aber nach 700 Jahren wird der
Lorbeer wieder ergrünen...
Im Lande von Oc hat eine neue Lichtkraft sich mit der alten verbunden,
der Same des Lichtes keimt wieder auf dem vergossenen Blut der Märtyrer.
„Der Katharismus – die lebendigste aller toten
Religionen...“ (Radio France 3 im April 1962)
Montsegur
Lo Bouie:
„Quan serey morto, reboun
me
Al pus founs
de la cava,
Metme los pes a la pared,
Lo cap jous la canelo.
Tots los romieus qua passaran
Prendran aigo senhado… “
“Versprich mir, wenn ich gestorben bin,
mich in die tiefste Tiefe der Grotte zu tragen.
Lege mich, die Füße gegen den Felsen,
den Kopf unter einen Stalaktiten.
Alle Pilger die passieren,
sollen vom reinigenden Wasser nehmen...“
Der angeführte Text in occitanischer Sprache ist ein Auszug aus ‚Lo Bouie’, Gaston Phébus, Graf von
Foix zugeschrieben. Das Lied erzählt vom Sterben der Joanna, dem Sterben der
Katharer-Kirche.
Im Inneren der
Grotte des Eremiten im Montagne Sacré
in Ussat-Les-Bains(Ariège)
Photos
und Gedanken…
Willkommen im Katharerland!
An der Autobahn nach Toulouse grüßen diese Steinmonumente.
Willkommen in Ussat-Les-Bains(Ariège). Blick aus dem
Heiligen Berg zur Grotte von Lombrives gegenüber.
Die Grotte Lombrives
„Tief ist die Stille im Berg,
still unser Wesen.
Der in uns einzog,
lässt still uns genesen.
Der in uns waltet,
wird unser Wesen.“
(Paul Bühler: ‚Brigide bei
den Katharern’.)
Montag, der 15. September 1986, mittags gegen 13 Uhr.
Etwa 1200 Menschen verschiedener Nationalitäten,
Frauen und Männer, gehen in lockerer Formation auf dem Randweg
der Nationalstraße 20 durch Ussat-les-Bains. Nach etwa 15 Minuten lenken Sie Ihre Schritte zu dem
steilen, schmalen Pfad, der zur naheliegenden Grotte von Lombrives
führt. In 205 Metern Höhe über ihnen öffnet sich der dunkle, riesige Felsmund des Eingangs.
In Serpentinen schmiegt sich der asphaltierte Fußweg
an den uralten Felsen, auf dem sie schweigend bergan schreiten. Von den
üblichen Touristen, die sonst durch viel Geräusch und laute Gespräche auf sich
aufmerksam machen, ist an diesem Nachmittag niemand zu sehen, denn die Grotte
ist heute für Besichtigungen nicht geöffnet. Für die 1200 Menschen, die sich
nach und nach vor der riesengroßen Öffnung, dem Entree in das Innere der
‚Kathedrale’ einfinden, gilt das jedoch nicht. Denn sie, und nur sie, dürfen
heute dieses ewig alte ‚Heiligtum’ betreten.
Als alle Teilnehmer dieser besonderen Führung Schals,
Jacken und Pullover gegen die im Inneren der Grotte herrschende Kühle
übergestreift haben, beginnt der Zug sich schweigend in Bewegung zu setzen,
sich über feuchte und glatte Wege in die geheimnisvollen Tiefen des Inneren
vorzutasten. Ein hallenartiger Gang von etwa drei Meter Höhe und zwanzig Meter
Breite wird rasch niedriger und enger. Sie müssen sich bücken, nicht nur der
Felsen wegen, sondern auch, weil neben ihren Köpfen ein nicht isolierter
Leitungsdraht entlangläuft, an dem ab und zu eine trüb leuchtende Glühbirne
befestigt ist.
Nach ca. eintausend Metern mühevollen Weges wird es
zunehmend dunkler. Hier am Ende des langen, weitverzweigten Ganges versperrt
eine Türe die weitere Sicht nach vorn. Nach einigen Minuten des Wartens haben
die letzten Nachzügler aufgeschlossen. Niemand spricht, stellt neugierige
Fragen, die innere Einstimmung der Besucher auf das, was sie erwartet ist
offensichtlich.
Die enge Türe wird geöffnet. Einzeln treten sie ein –
aus der Dunkelheit ins Licht, denn ein Kranz von Glühlampen in etwa 25 Meter
Höhe lässt den 108 Meter hohen Saal der „Katharer-Kathedrale“ erkennen. In der
Tat, ein einzigartiger und überwältigender Anblick. Die Wände aus weißem
Kalkstein sind überall durchsetzt von braunem Marmor, kleinen Adern von
Bergkristall und sind übersät von glitzernden Wassertröpfchen,
die unaufhörlich von Wänden und Decken tropfen.
„Hier“, so wird den Anwesenden mitgeteilt, „war nach
dem Fall von Montségur, 1244, der Sitz des Katharerbischofs Amiel-Aicard.
Noch etwa 80 Jahre lang wurden hier die Gottesdienste der Reinen abgehalten.
Der starke Zuspruch, den sie fanden, veranlasste die katholische Kirche im
Jahre 1328 die Höhleneingänge zuzumauern, so dass 510 Katharer hier ihr Ende
gefunden haben...“
Es ist still, sehr still. Nur die aufplatschenden
Wassertropfen hallen in das Schweigen.
Ohne Übergang verlischt das Licht.
Eine pechschwarze, jedoch sanfte Dunkelheit umfasst
sie alle. Es ist schwer, dieses Phänomen in Worte zu fassen, es begreifbar zu
machen, dass man, je mehr man von der Vielgestaltigkeit dieser Erdenwelt
entrückt ist, um so stärker die Einheit des Reiches der Wahrheit und der Liebe
ahnt, ja fast fühlt: eine nachtschwarze Finsternis, doch eine Vibration urewigen, unsichtbaren Lichtes, ein Atem aus einer anderen
Welt, zugleich der Schmerz und die Sehnsucht des gefallenen Menschen: „O Licht
der Lichter – berühre uns!“
Wie ein Lichtblitz Schwärze durchbricht, dringt der
plötzlich einsetzende, klagende Ton einer Oboe in die Stille. Der Tod der
„Katharer-Joanna“, der Tod der Katharer-Kirche heißt diese, die Seele
aufwühlende Melodie. Ein Mann aus den Niederlanden spielt sie, auf einem etwas
erhöhten Stein in einer Ecke stehend. Traurig anklagend, jedoch Liebe in ihrem
höchsten Aspekt verströmend – nicht als Eigenschaft, sondern als Zustand
beschreibend, Verzweiflung und Hoffnung aussprechend, bringt die zarte, aber
klare Sprache des Liedes das Innerste der über 1200 hier Versammelten zum
Beben. Niemand schämt sich seines Schluchzens und der Tränen. Jeder weiß, warum
er weint, denn alle, die hier in dieser schwärzesten Finsternis sitzen oder
stehen, sind Berührte. Berührte? (wird fortgesetzt)
Die Grotte Bethlehem
Ich bin das
Heute.
Ich bin das
Gestern.
Ich bin das
Morgen.
Mein Strahlen
erleuchtet jedes wiederauferweckte Wesen
das, während
es das Totenreich durchschreitet,
durch
ununterbrochene Transformation
mühsam seinen
Weg quer durch die Gebiete der Finsternis sucht.
(Ägyptisches
Totenbuch, Kapitel 64)
Der Prozess der Umwandlung
der irdischen Persönlichkeit – vom dialektischen Menschen, hin zum
ursprünglichen, göttlichen Menschen – wurde in den Mysterienschulen
mit unterschiedlichen Ausdrücken und Symbolen umschrieben. Bei den Katharern
wurde dieser Prozess als der Weg zum Heiligen Gral und als der Weg zu den
Sternen beschrieben. In den ägyptischen Mysterien wurde dieser Weg der
Rückkehr, den der verlorene Sohn und die verlorene Tochter einschlagen müssen,
um ins göttliche Vater-Mutter-Haus zu gelangen, als der Weg „vom grünen Osiris
zum schwarzen Osiris“ angedeutet. Das Zustandebringen der Lichtseele – das
Endziel allen menschlichen Lebens – wird als der schwarze Osiris bezeichnet.
Der grüne Osiris ist der ernsthafte Kandidat, der bewusst den Weg der Rückkehr
geht. Er muss dann vor dem „Tribunal der Osiris“ erscheinen, das heißt, er muss
durch eine veränderte Lebenshaltung beweisen, dass er bereit ist, seine
innerliche Einweihung fortzusetzen „und sich zum schwarzen Osiris zu erheben,
der das Aufgehen der Lichtseele im Vater ist“.
Diesen dreifachen Weg der
ägyptischen Mysterien, bezeichneten die Katharer als Formation – Reformation –
Transformation.
Noch heute gibt es im Grottenkomplex
von Ussat/Ornolac drei
kleine Grotten, die diesen alten Mysterienweg
symbolisieren: Kephèr (Keplèr),
Més-Naut und Ka. Hier wurden auch zwei kleine
schwarze ägyptische Statuetten gefunden, die sogenannten Osiris-Statuen. Eine
befindet sich heute im Besitz von schweizerischen Anthroposophen, die andere
wird privat in den Niederlanden aufbewahrt.
Die Geisttaufe der Katharer,
das Consolamentum ist wohl deren meistbesprochenes
Sakrament. Dieses Ritual der Initiation, nahm den Kandidaten in die Gemeinschaft
der ‚Vollkommenen’, der Parfaits auf.
Dreifach hatte dieser zuvor
während seines langen und beschwerlichen Einweihungsweges bewiesen, dass er
rein geworden war: rein im Denken und Wollen, rein im Fühlen und rein in seinem
Handeln. Nicht das Consolamentum machte ihn rein, wie
oft beschrieben wurde, erst seine neue Lebenshaltung, die er zuvor während vier
langer Jahre hatte entwickeln müssen, machte ihn bereit und geeignet zum
Empfangen der Geist- und Feuertaufe. Erst hier am Ende dieses an Arbeit, Fasten
und Entbehrungen reichen Weges, war seine Ich-Seele soweit untergegangen und
die zarte Pflanze einer neuen Geist-Seele in ihm entstanden, dass er befähigt
war, die Gnadengaben des Heiligen Geistes zu empfangen. Der Kandidat selbst
hatte den Heiligen Gral in sich wieder erstrahlen lassen.
Aber das Consolamentum
war nur eine, wenn auch sehr wichtige Stufe für den Parfait
auf dem „Weg zu den Sternen“, denn der Prozess des Werdens und Wiedererrichtens
des neuen und doch so alten Menschen hatte sieben Stufen, sieben Einweihungen,
sieben Ansichten.
Dennoch streiten die
Gelehrten darüber, ob es außer der Geisttaufe noch andere Sakramente gab; ob
eventuell die Ordination und die Übergabe des „Vater Unser“ dazugerechnet
werden müssen oder nicht...Ein müßiger Streit – ein Beschäftigen mit dem
Leuchter – denn dieses Feilschen um sakrosankte Buchstabengewissheit macht
blind für das Licht, blind für das, was man als die Essenz all dieser Rituale,
Sakramente und Einweihungen bezeichnen könnte.
Der überlieferte Text des Consolamentum-Sakramentes ist von Cunitz,
1852, erstmals publiziert worden. Im Folgenden wird diesem Text natürlich Raum
gegeben; zum Verständnis desselben muss jedoch beachtet werden, dass Worte bei
einer Einweihung nur Vibrationsschlüssel sind. Was dieser Schwingung nicht
entspricht, z.B. ein Mensch, der nur intellektuell wissen will, wird den Text
nicht sonderlich aufregend finden. Da wir nur von diesem Sakrament den
Originaltext besitzen, bedeutet das aber nicht, es habe bei den Katharern nur
dieses Sakrament gegeben, denn wenn man diese Folgerung daraus ableitet,
unterstellt man den Katharern, dass sie ein ureigenes, wenn auch christliches
Lehrgebäude errichtet haben. Es ist aber unbestritten, dass diese Ketzer
gnostische Christen waren. Die gnostischen Mysterienschulen
aller Zeiten haben jedoch immer einen siebenfachen Weg gewiesen, einen Weg der
den irdischen Menschen befähigt, durch Umwandlung der Ich-Persönlichkeit wieder
das ursprüngliche Geist-Seelen-Wesen zu werden, das er von Anbeginn gewesen
ist. Dieser prozessmäßige Weg hatte immer sieben Stufen; das war so in den
Schulen des chinesischen Weisen Lao tse, in denen des
Zoroaster, in den Mysterien des Hermes Tresmegistos,
bei den urchristlichen Gnostikern, bei den Manichäern, Bogomilen, Katharern und
bei allen echten Mysterienschulen in den
darauffolgenden Jahrhunderten bis zum heutigen Tag. (wird fortgesetzt)
Das Innere der Grotte Bethlehem in Ussat-Les-Bains im Montagne Sacré
Der granitene Altarstein und das Pentagramm in der
Grotte Bethlehem
Die mystische Pforte bei der Grotte Bethlehem
Sonnenaufgang über dem Monument Galaad
in Ussat-Les-Bains
Im Inneren der
Katharerburg Puylaurens/Aude
‚Der Dreibund
des Lichts’ – Bild aus dem (ehemaligen) Museum in Tarascon-sur-Ariège
gemalt von Johfra
Die Religion der Katharer
Es ist historisch unstrittig, dass bei der
katharischen Liturgie des Consolamentum die ersten
siebzehn Verse des Johannes-Evangeliums verlesen wurden.
Es ist gerade der Anfang dieses Evangeliums, der der
katholischen Kirche die polemische Munition lieferte, um das vermeintlich
Absurde des katharischen Glaubens anprangern zu können.
Es gibt zwei Lesarten des 3. Verses im ersten
Kapitel, je nachdem, welcher Übersetzung man den Vorzug gibt. Die eine lautet:
„Alle Dinge sind durch dasselbe (das WORT) gemacht und ohne dasselbe ist nichts
gemacht, was gemacht ist“, die andere: „von ihm (Gott) wurde alles gemacht, und
ohne ihn wurde nichts gemacht.“
Es wird mit diesem Satz, so die katholischen
Bibelexperten, klar ausgesagt, dass Gott alles gemacht hat, also die sichtbare
Materie und das Unsichtbare, denn sagt dieser Satz nicht eindeutig, das ohne
Gottes Wort nichts erschaffen wurde? Eine klare Absage nach Ansicht der
päpstlichen Schriftgelehrten an den Dualismus, an die Theologie der zwei
Prinzipien der Ketzergläubigen.
Aber, so der Einwand der Katharer, es sei undenkbar,
dass ein einziges Wesen sowohl das unverdorbene Reich, in dem es keinen Raum
für das Böse gibt, als auch die vergängliche Welt, in der sich das Böse
manifestiert, erschaffen konnte. Es muss also zwei verschiedene und
gegensätzliche Schöpfungsprinzipien geben. Als weiteres Argument führten sie
das Matthäus-Evangelium an: ‚Ein schlechter Baum trägt schlechte Früchte. Ein
guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter keine
guten.’
Den guten Gott suchten sie in dieser Welt des Elends
und Übels vergebens, so waren sie der Überzeugung, dass diese Welt einem minderrangigen Prinzip entstammt: von Jehova, dem ‚Gott’
der Juden.
Sie benutzten des Weiteren das bei Aristoteles
entlehnte Argument der reinen, formalen Logik, um ihren Standpunkt zu
untermauern: ‚Die Prinzipien der Gegensätze sind Gegensätze. Das Böse und das
Gute sind Gegensätze. Sie sind also gegensätzliche Prinzipien.’
Ein drittes Argument ergibt sich ihrer Ansicht nach
aus dem zitierten 3. Vers des 1. Kapitels des Johannesevangeliums selbst. ‚Per ipsum omnia facta
sunt, et sine ipso nihil factum est.’ – Die Katharer
übersetzten: ‚Ohne ihn wurde das Nichts gemacht.’ – Das bedeutet natürlich, die
sichtbare Welt, eine Interpretation, die immer noch viel Polemik hervorruft,
nämlich die Frage, ob das lateinische ‚nihil’ ein
Adverb der Negation auch ein Substantiv sein kann. Nein behaupten die
katholischen Gelehrten. Doch, entgegneten die Katharer, die dafür aus dem Neuen
Testament viel Beispiele anführten, z.B. den Satz des Paulus: ‚Ohne die Liebe
bin ich Nichts’, das heißt, wenn ich nicht die Liebe zum Nächsten, diesem
Teilchen göttlicher Weisheit, in mir habe, bin ich nichts als ein nichtiger
Körper aus Fleisch und Blut, der nur dieser Welt angehört und folglich Nichts
ist. – Für die amtskirchlichen Exoteriker war Paulus’ Satz nur eine simple,
moralische Übung, mehr nicht.
Diese Weltschöpfung ist nach katharischer Lehre also
kein Hervorbringen einer Sache aus Nichts, wie man gewöhnlich das Nichts
versteht. Die Materie ist das, was als Nichts bezeichnet wurde. Wenn es also
heißt: der Gott dieser Welt oder Demiurg schöpfe oder mache etwas aus Nichts,
so bedeutet das, er schöpfe oder mache etwas aus Materie.
Einen ähnlichen Stellenwert wie das
Johannes-Evangelium hatten auch die Paulus-Briefe, einige Psalmen des Alten
Testamentes und einige der alten Propheten. Als Ganzes lehnten die Katharer
jedoch das Alte Testament zum einen als jüdisches Geschichtsbuch und der darin
enthaltenen Manifestation des jüdischen Rassegottes Jahwe (Jehova) strikt ab,
und zum anderen, weil dem Alten Testament die Basis der urschriftlichen
Dokumente fehlen. Sie lehnten ab, das Alte Testament als ‚Wort Gottes’
anzuerkennen oder ihm gar den Charakter einer ‚Heiligen Schrift’ anzuerkennen.
Jedoch schon die Ablehnung des Alten Testamentes allein zog die unnachsichtige
Verfolgung der römischen Staatskirche nach sich; noch im Jahre 1907 wurde jede
Bibelkritik Päpstlicherseits mit der Exkommunikation
bedroht.
(wird fortgesetzt)
‚Die Vase der
Zeremonien’ mit dem Hämatiten aus der Grotte Bethlehem
Die Katharer und der Heilige Gral
„Eine bestimmte Art von erhabener Wahrheit kann an
allen Straßenecken auf Plakaten angeschlagen werden, ohne eine Wandlung in der
seligen Begrenzung der Vorübergehenden herbeizuführen.“ (Maurice
Magre)
Warum eigentlich auf einer Webseite die den Katharern
gewidmet ist, ein Kapitel über den Hl- Gral?
Alle gnostischen Gemeinschaften wie die Katharer
hatten sieben Ansichten. Eine Stufe auf dem „Weg zu den Sternen“ war – so sagt man
– die fünfte Ansicht: die Gralsgemeinschaft. Der Heilige Gral ist der
geheimnisvolle, oft zitierte und genauso oft unverstandene wirkliche Schatz der
Katharer. Durch ihn wurde (und wird) der Weg zur Wiedergeburt von Geist,
Seele und Körper erschlossen.
Man kann dem Gral eine Vielzahl von analogen
Bedeutungen zuerkennen, in Übereinstimmung mit den unterschiedlichen Ebenen der
Wirklichkeit, von denen aus man ihn betrachten kann. Es geht in allen Fällen um
das immerwährende Mysterium der göttlichen Allgegenwart. Die Wirklichkeit des
Grals verbirgt sich hinter dem Äußeren der Wahrnehmbarkeit.
Der Gral ist ein geistiger Schatz und absolut nicht
an die Zeit gebunden. Und doch manifestiert er sich im Zeitlichen. Es wird
gesagt, dass der Gral ein Stein sei. Auch sagt man, er sei ein Becher. Aber es
gibt diese Schale des Grals nicht, genauso wenig wie den Gralsstein.
Der Gral lässt sich in eindeutigen Worten nicht
beschreiben, und doch war er zu Zeiten der Katharer eine lebendige
Wirklichkeit, genauso wie dies heute immer noch der Fall ist, das heißt, dass
der Gral eine Leben-schenkende, schaffende Kraft geblieben ist, die aber nicht
aus dieser Welt zu erklären ist.
Man möchte also mit Richard Wagners reinem Toren
Parsifal fragen: „Wer ist der Gral?“ und wünscht sich eine konkrete Aussage
dazu. Die Antwort jedoch, die der weise Gralsdiener Gurnemanz
gibt, befriedigt die Neugier nicht: „Bist Du selbst zu ihm erkoren, bleibt Dir
die Kunde unverloren.“
Heißt das, man muss tatsächlich erst vom Gral
ausersehen – berufen – werden, um zu wissen, wer er ist?
Wir sagten, der stoffliche Gral ist nur ein Symbol für
etwas unstofflich Göttliches. Das haben diese eingeweihten Priester und
Priesterinnen der Katharer zweifelsohne gewusst. So spielten denn auch die
äußerlichen Dinge bei ihrer „Gralsverehrung“ nur eine untergeordnete Rolle. Sie
besaßen allerdings ein äußerliches Gralssymbol, wenn man es denn so benennen
möchte. Dies war ein besonderer Stein, der in einer Steinvase ruhte. In der
katharischen Einweihungsgrotte Bethlehem in Ussat-les-Bains/Ariège sieht man links vom
Eingang eine viereckige Aussparung in der Wand, in der, verborgen hinter einem
Leinenvorhang, dieser „Gral“ stand, der eine zentrale Rolle in dem
Einweihungsgeschehen spielte; ein Foto sehen Sie oben. – Ein einfacher
Himmelsstein ist ein gewöhnlicher siderischer Stein oder Meteorstein. Dieser
„Lapis ex Coelis“ (Stein aus dem Himmel) in der
Steinvase ist jedoch ein ophitischer Stein, also ein
Stein mit einer ungewöhnlichen Kristallisation von Kräften, auf die hier nicht
näher eingegangen werden muss. Er ist in seinen Ausmaßen etwas kleiner als ein
Kinderfußball, hat aber ein enormes Gewicht, konträr zu seiner Größe. Zusammen
mit der Gralsvase aus Stein stand dieser Schatz aus alter Zeit bis zum 31.
Dezember 1995 im Museum Salle Gadal
in Tarascon-sur-Ariège und wird seither privat
aufbewahrt.
Ist das nun der Gral, nach dem alle suchen? Nein,
gewiss nicht. Der Gral ist, wir wiederholen es, kein materieller Gegenstand,
den man physisch finden kann. Er ist ein Symbol dafür, das es möglich ist,
einen Hauch des Göttlichen in uns aufzunehmen. Denn ist der Mensch selbst nicht
auch ein Gefäß, in das sich das Blut des Erlösers einsenken kann? Die Schale
ist nur Symbol für göttliche Erleuchtung, denn die eigentliche Gralssuche ist
die Suche in uns selbst...
Symbole wie der Gral übertragen Weisheit und Wissen
an eine Menschengruppe, die in ihrer Entwicklungsstufe für dieses Gedankengut
reif und empfänglich geworden ist, denn der Gral ist keine Wirklichkeit,
sondern eine Wahrheit. Die Mitglieder des „fünften Arbeitsfeldes“ empfingen
also durch den Gral jede Möglichkeit und Gelegenheit, um bewusst die Reise der
Vollendung zu beginnen und durchzusetzen über das „sechste Arbeitsfeld“ – die
sechste Einweihung: das neue astrale Feld, in das „siebente Arbeitsfeld“ – die
siebente Einweihung: das Auferstehungsfeld der unsterblichen Seelen.
Stellen wir fest: Der Gral ist Kelch Christi und
Stein der Weisen zugleich. Er ist der Christus und der Eckstein der Katharer
und deren Nachfolger als Erkennende, den Alchemisten. Er ist der „Stein von den
Himmeln“, auf dem der neue Mensch erschaffen wird, versinnbildlicht in der
berühmten alchymischen Formel: V.i.t.r.i.o.l.,
d.h. Visita interiorem terrae rectificando invenies occultum lapidem = Sieh das Innere der Erde, durch Läuterung wirst
Du den verborgenen Stein finden.
Darum kam der Gral zur Menschheit, um in seiner
göttlichen Kraft das Ungewöhnliche zu vollbringen – wenn es gewünscht wird.
Nicht das Ich kann und wird das Endura vollbringen,
sondern die Kräfte des Heiligen Gral, oder anders gesagt: der Christus in uns!
Name: Reiner Klein, Mitte 60, arbeitete bis 1997
freiberuflich als Designer (Reiner Pipe Art Design).
Die erste Berührung zum Themenkomplex fand 1986 im Languedoc
statt, der Heimat der Katharer. Seitdem reist der Autor dieser Seite regelmäßig
zu ausgedehnten Studienaufenthalten nach Südfrankreich.
Auf Basis umfassender
Literaturkenntnis zur Geschichte der Katharer und der engen Zusammenarbeit mit
dem befreundeten Direktor des Museums von Tarascon-sur-Ariège
- durch den immer wieder Einblick in wichtige unter Verschluss gehaltene
Originaldokumente genommen werden konnte - , sowie durch langjährige gute
Kontakte zum Leiter der größten gnostischen Quellensammlung der Welt (der Bibliotheca Philosophica Hermetica in Amsterdam) konnte im Zeitraum von etwa 13
Jahren das unten besprochene Buch entstehen.
Zurzeit arbeitet der Autor an einem zweiten Band
über die lebendige Welt der Katharer mit dem Arbeitstitel: ‚Das Feuer von Montsègur’.
Buchbesprechung des ersten
Bandes:
„Wie
alte Fresken – zugedeckt von der Fülle der Literatur über die Hüter des Grals
in Occitanien – legt der Autor die Schicksalslinien
der katharischen Parfaits und ihrer Schützlinge frei.
Lebendige Betroffenheit, Auflehnung gegen die Mächte der Welt, eigene
Verwandlung schließlich – das sind die Begleiter auf dem Weg jahrelanger
Recherche des Autors und seiner Weggefährten.
Wie
war es denn wirklich? Wie muss man schauen, um zu begreifen? Welche Saiten in
uns selbst kommen ins Mitklingen angesichts dieser unglaublichen Schlacht
zwischen Licht und Finsternis? So wie der Autor erhält auch der Leser
schließlich unmittelbaren Anteil am Geschehen, unauflöslich verwoben
mit den Schicksalskräften und Grundfragen allen Seins.
Die
Ereignisse verlagern sich insgeheim nach innen, aus dem geschichtlichen Gemälde
außen wird innere Wirklichkeit, man erkennt die ewige Inquisition, wie sie tief
im Menschen selbst wütet, all sein Denken und Handeln durchzieht und ihn an
etwas hindern will, das schließlich seine Bestimmung sein könnte.
Aber
wir erleben auch, wie der Ausweg nicht im Kampf zu finden ist und dass die
Freiheit zur Verwandlung näher ist als Hände und Füße, um mit dem alten Wort zu
sprechen. Die Mysterien der Katharer. Ein Gegenwartsbuch!“ (G.Gmelin)
Das Buch hat 280 Seiten, viele
Fotos, A5-Format, Broschur., sowie ausführliche
Literatur- und Quellenverzeichnisse. Preis: 19,80 € (D) / 20,40 € (A) / 34,80 SFR.
Bestellungen können Sie
richten an le.cathare@teleos-web.de oder an
www.amazon.de und natürlich bei allen
Buchhandlungen.
(c)Copyright aller Fotos/Texte: by Reiner Klein 2000 -
2012
Der Eingang
der alten Kapelle von Arnave/Ariège im Süden Frankreichs, mitten im Herzen des Katharerlandes, dem heutigen Languedoc. Er ist das Cover zu
unserem Titel: „Die Mysterien der Katharer“.
Die
Katharer und die Gnosis
Die Katharer waren Gnostiker – keine Gläubigen!
Ein Gnostiker ist jemand, der Erkenntnis empfangen hat: Erkenntnis über sich
selbst, Erkenntnis des Alls und Erkenntnis des in allem sich offenbarenden
Gottes – des ewigen, unerschaffenen Lichtes.
Der ‚Glaube’ der Katharer war ein Herzensglaube,
ein inneres Wissen, dabei konkret und logisch, kein Glaube an
Autoritäten-Verlautbarungen, dessen Wesen immer etwas von blindem
Leitbildgehorsam anhaftet. Stellen wir die Frage: Wie wurden die Katharer
Wissende?
Die irdische Welt, so heißt es in den gnostischen
Schöpfungsberichten, ist nicht das Werk des höchsten wahren Gottes. Sie sei
vielmehr die Schöpfung eines untergeordneten, gefallenen Wesens. Dieses Wesen
bezeichnen die Gnostiker als den Weltschöpfer (griech:
Demiurg) und denken dabei an den jüdischen Schöpfergott, Jahwe. Aber sie sagen,
dieser sei nicht identisch mit dem unerzeugten Gott,
der Geist ist und nur geistige Wesen ‚zeugt’(siehe 1.Mos. 1,2-3). Die ganze
irdische Schöpfung und ihre Wesen, die er ins Leben gerufen habe, befänden sich
in einer Welt der Unwissenheit und der Finsternis. Den wahren, ursprünglichen
Gott kennen die Menschen infolge ihres gefallenen Zustandes nicht.
Dieser wahre Gott wird von den Katharern mit
vielen Eigenschaftswörtern umschrieben, die alle auszudrücken versuchen, was
das Göttliche nicht ist, denn irdische Vorstellungen und Maßstäbe sind ihm
nicht angemessen. Sie sprechen vom unvorstellbaren, unaussprechlichen, unbegreiflichen,
unvergänglichen, ungezeugten, zeitlosen und
unsichtbaren Gott des Lichtes und der Liebe.
Es ist also offensichtlich, dass die
Gottesauffassung der Katharer im Gegensatz zu den römisch-katholischen
Konzeptionen von einem „Weltgott“ steht. Denn, wenn
der Gnostiker das Licht, den Erlösergott, erfahren hat, dann erkennt er auch den finsteren
„Schöpfergott“ Jahwe. Er erkennt jetzt die Welt als dessen Werkzeug.
Dabei ist die Erkenntnis(Gnosis) des wahren Gottes kein theoretisches Wissen.
Sie ist vielmehr die Kraft, die die Möglichkeit schenkt, zum Ursprung
zurückzukehren. Der Gnostiker erlebt sich auf diesem Weg als Doppelwesen. Er
ist einerseits ein Kind des irdischen Schöpfers, andererseits trägt er den Keim
zu einem himmlischen Menschen in sich. Diese Erfahrung – also keine
metaphysische Spekulation, wie so gerne behauptet wird – begründet das
gnostische Weltbild vom Wirken zweier entgegengesetzter Ordnungsprinzipien, dem
Prinzip des Ewigen und des Vergänglichen, dem Prinzip von Gut und Böse, dem
Prinzip eines dogmatischen und dem Prinzip eines kosmischen Christentums. Im
römischen Christentum spricht der Papst als „Stellvertreter Christi“ auf Erden,
im kosmischen Christentum spricht der Christus selbst als der
Offenbarer zu dem, der ihn hören will...
(wird
fortgesetzt)
Das Tal der Ariège vom Ausgang der Grotte Bethlehem in Ornolac Richtung Lordat.
Ein
Mann namens Antonin Gadal
Vor dem Eingang zu dem kleinen, mit prähistorischen
Kostbarkeiten gefüllten Museum (Salle Gadal) in der Porte d’Espagne(nicht
mehr geöffnet), dem alten Stadttor des Städtchens Tarascon-sur
Ariège, steht ein alter Grabstein, der ursprünglich
das Grab eines alt eingesessenen Tarasconensers
zierte. In lateinischer Schrift sind die Worte eingemeißelt: Der fromme und
hochverehrte J.T. Garrigou Pfarrer der Tarasconenser, gestorben am 28. März 1839 liegt hier mit
seiner Familie begraben. – Dieser hochbeliebte Pfarrer hatte einen
bemerkenswerten Neffen, der später weit über die Grenzen des Landes hinaus
bekannt wurde: Adolphe Thomas Emile Garrigou. Sein
Vater war Professor für Rhetorik und Parlamentsmitglied, Bürgermeister und
Friedensrichter in Tarascon bis 1830.
Adolphe wurde am 10. Januar
1802 in diesem schönen Ariège-Städtchen geboren, ging
dort zur Schule und wurde nach dem Studium kompetenter Prähistoriker und
Historiker. Er verfasste großartige, umfangreiche Abhandlungen über die
Katharer, über geologische Besonderheiten seines Heimatraumes und über die
Kulturen, die das Sabarthez im Laufe vieler
Jahrtausende kennengelernt hatte.
Er wohnte in einem gutbürgerlichen Mehrfamilienhaus
direkt am Marktplatz in Tarascon. In Steinwurfweite
stehen die alte Stadtkirche und das Stadttor. Ganz in der Nähe liegt der alte
Gemeindefriedhof.
In dem Mehrfamilienhaus gleich nebenan wohnte eine
Familie, deren Sohn ebenfalls weit über die Grenzen hinaus bekannt werden
sollte. Diese Familie hieß Gadal. Ihnen wurde im
Jahre 1877 – Adolphe Garrigou hatte gerade sein
75stes Lebensjahr vollendet – endlich der langersehnte Stammhalter geboren. Sie
nannten ihn Antonin.
Das fröhliche, aufgeweckte Kind lernte den alten
‚Papa Garrigou’ recht früh kennen und verehren, auch
der alte Herr war dem Jungen der ihn oft besuchte, in Liebe zugeneigt. Die
Freundschaft, die sich zwischen beiden entwickelte und mit den Jahren wuchs,
war tief. Es war mehr als nur eine Verbindung zwischen ‚Opa’ und ‚Enkel’, es
war eine uralte Beziehung, die beide miteinander verband, obwohl sie doch so
jung war.
(wird fortgesetzt)
Die Burgruine von Lordat
am Oberlauf der Ariège in der Nähe von Ax-le-Thermes
Oben: Montsegur, im
Vordergrund links die Gedenkstele.
Unten: Lichtphänomen auf Montsegur
am 21. Juni (Sommersonnenwende)
Montsegur
Montségur – Leuchtturm des Katharismus,
Burg der Wissenden und Bollwerk der Reinen im Meer des römisch-päpstlichen
Schmutzes und der dialektischen Versunkenheit. In deinen Mauern hast du die
Kinder des ewigen, unerschaffenen Lichts beherbergt.
Über vierzig Jahre lang schwangen deine Mauern in der lichten Vibration eines
Brennpunktes aus göttlicher Strahlung und gnostischer Offenbarung. Du warst
Zeuge der Heiligen Dienste der Reinen, ihrer täglichen Arbeit im Geiste der
Liebe und Demut, warst Zeuge ihrer Weisheit und ihres Herzensglaubens. Diese
Kinder des Lichts – du hast sie aufgenommen, ihnen Heimstatt geschenkt und sie
nach besten Kräften beschützt.
Du bist der „weiseste“ aller
von Menschenhand errichteten Bauten in Europa, denn urewige
Philosophie und ursprüngliche Religion frei von jeglichem Dogma und
absolutistischen Ansprüchen fanden unter deinem Dache eine Heimat.
Deine mächtigen Quadern haben
vor Schmerz gezittert als du sahst, welch grausames Schicksal das päpstliche
Kreuzfahrerheer für jene bereithielt, die ihrem Glauben nicht abschworen. Du hast das frohe Singen der Frauen, Männer und
Kinder gehört, mit dem sie sich unerschrocken in die Flammen des riesigen
Scheiterhaufens stürzten, den die Inquisition zu deinen Füßen aufschichten
ließ, und du hast das lodernde Feuer und den beißenden Rauch aus Holz und
verbrannten Menschenleibern geschmeckt, der dich am 16. März 1244 umhüllte und
dann fort gen Himmel stieg.
Du hast den Bekennermut und
die Todesverachtung der Katharer tief bewundert, jedoch wussten jene, dass sie
nichts Wesentliches mehr zu verlieren hatten als nur noch das vergängliche
Kleid dieser Natur. Ihre unsterblichen Seelen hast du berührt und gesehen, wie
sie mit dem ewigen Hochzeitskleid gewandet aufgefahren sind in die ewige
Gralsburg.
Nun, da man dich
wiederentdeckt hat, ist deine siebenhundert Jahre währende Trauer gewichen.
Trotz der vielen unachtsamen und wenig ehrfurchtsvollen Touristen, die dich im
Sommer täglich belagern und gedankenlos auf dir herum klettern, bist du wieder
frohen Mutes, denn nie vergaßest du die Prophezeiung, die damals an deinem Fuße
ausgesprochen wurde: „Aber nach 700 Jahren wird der Lorbeer wieder ergrünen auf der Asche der Märtyrer.“
Du hast sie gesehen, die
sieben Männer, die im Angesicht deiner wissenden Mauern 700 Jahre danach ein
neues Licht entzündeten, ein Licht, das verbunden mit dem alten, wieder zu
einem mächtigen Feuer werden kann und das für all jene strahlt, die danach
verlangen.
Diese neue Lichtkraft hat den
uralten Samen zum Keimen gebracht und ein zartes Pflänzchen
entstehen lasen.
Die Wurzeln dieses knospenden
Pflänzleins sind auf deinem Acker geboren!
Lux Lucet in Tenebris
...und das
Licht scheint in die Finsternis.
Die Inquisition und ihre Henker
„Jesus wurde dreimal gekreuzigt: einmal von den Juden,
dann von seinen Biographen und schließlich von den Christen selbst. Er hatte
nie bösartigere Feinde als die
letzteren.“
(Multatuli)
Die schlechte Nachricht: Die Inquisition der
römisch-katholischen Kirche gibt es noch immer. Eine wirklich gute Nachricht in
diesem Zusammenhang gibt es nicht. Dass sie sich umbenannt hat, dass sie sich
ein moderat klingendes Namensmäntelchen umgehängt hat, ist das Einzige, was
sich prinzipiell geändert hat. Denn diese Geheimwaffe zur Unterdrückung
und/oder Ausrottung all derer, die das luftabschnürende Glaubenskorsett der
römischen Kirche ablehnten – diese grausame Waffe zur Liquidation aller
Nichtangepassten, lebt nach wie vor.
Zwar hat sich die heutige Inquisition von ihren mit
dem Blute der Ketzer getränkten Talaren getrennt – übrigens nicht aus Einsicht
in ihr Unrecht, sondern weil ihr heute die machtpolitischen Mittel damaliger
Zeit nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung stehen – aber sie atmet nach wie
vor in demselben alten Geist, wenn auch die Verpackung der Jetztzeit angepasst
ist.
Dieser Geist der Inquisition lebt mitten unter uns,
denn die regionalen Inquisitoren sind immer präsent, sei es im Kindergarten, in
der Schule, bei der Jugendarbeit, in den Printmedien und im Fernsehen: die
sogenannten „Sektenbeauftragten“ der Kirchen, vom Steuerzahler zwangsfinanziert,
wie ehedem.
Diese Kirche, die selbst Sekte war, ehe sie sich
durch brutalste Machtpolitik den Weg zur Staatsreligion erkämpfte, kaum das die
Christenverfolgungen unter Konstantin beendet worden waren, sie und ihre
modernen Inquisitoren beherrschen noch immer virtuos das gesamte Repertoire der
Verächtlichmachungen, Warnungen, Verfälschungen und Halbwahrheiten der
Vergangenheit, wenn es gilt, unliebsame Menschen oder Vereinigungen zu
diskreditieren. Denn für die modernen Inquisitoren der christlichen Kirchen ist
noch immer ein Satz des größenwahnsinnigen Benedetto Caetani,
alias Papst Bonitatius VIII. aus dem Jahre 1302 das
granitene Fundament ihres fanatischen Eifers. In seiner Bulle ‚Unam Sanctam’ verkündete er der
Christenheit: „Wir erklären, sprechen es aus und definieren es, dass es
jeglichem menschlichen Wesen vollständig heilsnotwendig ist, dem römischen
Pontifex zu unterstehen.“
Auch das Massaker von Beziers
im Juni 1209 mit ca. 50000 Ermordeten in nur einer einzigen Nacht, sowie die
Verbrennung der 205 Katharer am 16. März 1244 am Fuße des Montsegur
stehen symbolisch für den offenen Kampf der Inquisition gegen allen
‚Fremdglauben’, um ihn im Sinne eines aggressiven, vor nichts haltmachenden
Klerus in die Knie zu zwingen und um deren Anhänger zu Sklaven einer von
eigenen Gnaden zur alleinseligmachenden Kirche hochstilisierten Glaubensform
und seiner Verwalter zu deklassieren.
Mit Feuer und Schwert, in die Hand gedrückt von einem
fremden, römischen, die Alleinherrschaft über das Universum sich anmaßenden
Papst, kommt die Nächstenliebe über die Europäer, um sie im Namen einer
Erlösung von einer in Jahrtausenden gewachsenen Kultur und Spiritualität und
bei Widerstand vom eigenen Leben zu befreien.
Seit Priscillians Feuertod
und der 782 begonnenen gewaltsamen Sachsenbekehrung Karls des Franken, über die
Kreuzzüge und die Katharerverfolgungen, den
Inquisitionsterror und die von einer psychopathischen Mörderbande
wohlorganisierten Hexenverbrennungen, führt der Leidensweg eines Kontinents,
der um „Christi Willen“ von einem krankhaft fanatisierten Haufen geschunden,
dezimiert und spirituell entwurzelt werden sollte. Dieser Leidensweg kostete
allein in Europa etwa sieben Millionen Menschen das Leben!
Wurden in alter Zeit katharische Heiligtümer
mutwillig zertrümmert, um einem machtpolitisch verbrämten, äußerlichen
Christentum Platz zu verschaffen, so hat sich im Treiben dieser
Menschheitsbeglücker bis heute nichts geändert. Christliche Würdenträger, ob
katholisch oder evangelisch, stehen an vorderster Front, gemeinsam mit anderen,
internationalen Heilsbringern, deren Ideen wohl derselben „auserwählten“ Wurzel
entsprungen sind, wenn es darum geht, der geistigen und spirituellen Umpolung
zum lange erträumten Ziel zu verhelfen. Ein gewaltiger Strom von Blut wälzt sich
erwiesenermaßen durch die Geschichte derer, auf deren Panier angeblich das
Gebot: „Du sollst nicht töten“ und die christliche Nächstenliebe strahlen.
Frage: Wie lebt es sich mit einer Kirche, die zum
Massenmord, zu Unduldsamkeit und Hass Andersgläubigen gegenüber angestiftet hat
und die ganzen Völkerscharen aufgezwungen wurde?
Als um das Jahr 1240 an einem einzigen Tag 189
lodernde Scheiterhaufen in der Champagne brannten und 400 gleiche Ketzerfeuer
in Verona, verkündete der Inquisitor/Sektenbeauftragte in Reims, sich auf die
katharischen Gnostiker beziehend:
„Sie seien verflucht bei Tag und bei Nacht, mögen ihre
Füße ihnen den Dienst versagen. Sie sollen begraben werden unter Hunden und
Eseln, die Wölfe sollen sie in Stücke reißen!“
Die heutigen Sektenbeauftragten würden sich gewiss
eines differenzierteren Wortgebrauchs befleißigen, es etwas ziviler verpacken
und es moderater ausdrücken, aber der Hass auf alle Abweichler und die Angst,
deren Lehren könnten wahr sein, ist die gleiche geblieben wie ehedem. – Gott
ist Liebe! – Welchen Gott bekennen die christlichen Kirchen? Welchen Gott
bekennt jene Kirche, die den Chef aller Inquisitoren und Sektenbeauftragten im
April 2005 in ihr höchstes Amt wählte?
(wird fortgesetzt)
Grotte de Bordes de Crues (Ariège)
Dans les premières cascades de cette superbe résurgence
Photo : P. Jarlan
Diese Website über die Katharer
widme ich den Katharerforschern Deodat Roché, gest. 12. Jan. 1978 in seinem 101. Lebensjahr, Jean Duvernoy, der am 20.
August 2010 verstorben ist, René Nelli, gest. 11. März 1982 und Anne Brennon.
Danke für Ihr Vermächtnis!
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Lieber Leser,
es war auf dieser Website angekündigt,
dass wir für 2012 insgesamt 6 Reisen in das Land der Katharer planten., Stationen sollten sein: Montsegur,
Ussat-les-Bains mit den
Grotten: Bethlehem, Eremite und der Grand-Maitre. Weitere Ziele: die Kapelle von Arnave,
Montaillou, die Grotte von Lombrives.
Aus gesundheitlichen Gründen muss ich diese
Reisen leider absagen. Ich hoffe allerdings Ende 2012 wieder soweit
gesundheitlich auf der Höhe zu sein, um über Reisen ins Land der Katharer in
2013 nachdenken zu können.
Herzliche Grüße an Sie!
Ihr
R. Klein
Telefon Büro
05223-792807
Fax-Nummer
05223-792834
Tel. Privat
05223-792833
Letzte
Aktualisierung: 24. Januar 2012
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